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Der Tenor Konstantin Lee wurde in Seoul, Südkorea, geboren. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium an der Seoul National University als Jahrgangsbester im Fach praktische Prüfung und schloss sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg als Stipendiat des DAAD sowie der Hamel Stiftung mit Auszeichnung ab. Er erweiterte sein künstlerisches Spektrum in Meisterklassen bei Edda Moser, Renato Bruson, Dalton Baldwin, Kiri Te Kanawa und Cheryl Studer.

 

Für das Jahr 2026 sind bereits bedeutende internationale Projekte geplant: Unter der Leitung von Fabrice Bollon wird Konstantin Lee mit der Staatskapelle Halle als Solist in Honeggers Oratorium Jeanne d’Arc au bûcher zu hören sein. Die Partie des Rodolfo in La Bohème führt ihn erneut ans Landestheater Neustrelitz sowie nach Hongkong. In Korea sind zudem eine Tournee mit der National Opera of Korea als Tamino sowie Auftritte als Tenorsolist in Verdis Messa da Requiem, Carmina Burana und Beethovens 9. Sinfonie vorgesehen.

 

Diese Engagements knüpfen an seine erfolgreiche Rückkehr auf die europäischen Bühnen in den vergangenen Spielzeiten an. In der Saison 2024/25 übernahm er die Rolle des Cassio in Verdis Otello (Produktion des Royal Opera House Covent Garden) am Seoul Arts Center unter Carlo Rizzi und sang den Tamino beim Festival der deutschen Sprache 2024 im Goethe-Theater Bad Lauchstädt. Zudem gastierte er als Duca in Verdis Rigoletto am Landestheater Neustrelitz sowie als Prinz in Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen am Staatstheater Cottbus.

 

In der Spielzeit 2023/24 war er als Rodolfo in einer Neuproduktion von La Bohème am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin sowie am Staatstheater Cottbus zu erleben. Im Jahr 2025 folgte ein Engagement als Tamino bei den Eutiner Festspielen. Auf dem Konzertpodium arbeitete er zuletzt mit der Neubrandenburger Philharmonie unter der Leitung von Daniel Geiss sowie mit dem Gyeonggi Philharmonic Orchestra unter Sunwook Kim zusammen.

 

Konstantin Lee ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Er gewann den ersten Preis beim internationalen Gesangswettbewerb Neue Stimmen, bei den SWR Jungen Opernstars, beim Anneliese Rothenberger Wettbewerb sowie beim Luis Sigall Wettbewerb in Chile. Zudem war er Preisträger bei der Montreal International Musical Competition und repräsentierte Südkorea bei BBC Cardiff Singer of the World. In seiner Heimat gewann er den ersten Preis beim Korea Vocal Music Competition.

 

Sein europäisches Debüt gab er 2016 unter der Leitung von Daniel Carter als Ferrando (Così fan tutte) in Freiburg. Es folgten Auftritte an der Wiener Volksoper als Camille in Die lustige Witwe unter der Leitung von Alfred Eschwé, am Theater Solingen (Prinz Sou-Chong) sowie am Teatro La Fenice in Venedig, wo er unter der Leitung von Stefano Montanari als Camille de Rosillon auftrat. Zuvor debütierte er in Seoul als Alfredo (La Traviata), Nemorino (L’elisir d’amore) und Rodolfo (La Bohème).

 

Neben seiner Operntätigkeit widmet sich Konstantin Lee intensiv dem Konzert- und Oratoriengesang. Er arbeitete mit Dirigenten wie Myung-Whun Chung (Seoul Philharmonic Orchestra) und Yoel Levi (KBS Symphony Orchestra) zusammen. Sein Repertoire umfasst die Tenorpartien in Werken wie Mozarts Requiem und Vesperae solennes de confessore, Beethovens 9. Sinfonie und Messe in C-Dur, Händels Messiah, Haydns Die Schöpfung, Michael Haydns Requiem, Orffs Carmina Burana sowie Scriabins 1. Sinfonie.

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